Ausgangssituation der öffentlichen Bibliotheken im beginnenden 21sten Jahrhundert

Es ist eine Tatsache, dass sich die Medienkonsumgewohnheiten und der Lebensstil in unserer Gesellschaft derzeit tiefgreifend verändern. Die DiViBib GmbH hat sich mit diesem Wandel beschäftigt und die folgenden Auswirkungen für Bibliotheken analysiert:

Öffentliche Bibliotheken stehen in der Gefahr, dass Ihnen langsam die Nutzer „aussterben“, bzw. alle kommenden Generationen den Bibliotheken im Alter über 15 Jahren verloren gehen. Viele Menschen finden zwar noch im Kinder- und Jugendalter in die Bibliotheken, aber in der Pubertät reißt der Kontakt zur Bibliothek häufig ab. Selbst wenn im Erwachsenenalter das Lesen wieder entdeckt wird, finden nur die wenigsten Nutzer zur Bibliothek zurück.
Bibliotheken können ihren Auftrag der Förderung der Mediennutzungs-kompetenz und die Sicherstellung des freien Zugangs zu Informationen nur noch teilweise erfüllen, wenn zunehmend Medien an Bedeutung gewinnen, die bisher nicht in einer Bibliothek zu entleihen sind.
E-Books, MP3s, digitale Filme: Mehr und mehr Inhalte werden in digitaler Form angeboten und genutzt. Schon jetzt ist absehbar, dass Trägermedien wie CDs und DVDs nur noch begrenzte Zeit den Markt bestimmen werden und die Mediennutzer ihre Inhalte vermehrt über das Internet beziehen werden.
Der Mangel an legalen attraktiven Angeboten für digitale Medien führt auch zu illegalem Mediennutzungsverhalten. Über illegale Internet-Tauschbörsen werden nicht nur Musikstücke ausgetauscht, sondern auch andere digitale Medien aller Art.