„Onleihen“ der Stadtbibliotheken Göttingen und Oldenburg eröffnet
Die Stadtbibliotheken in Göttingen und Oldenburg eröffneten am 3. Dezember digitale Filialen (www.Onleihe.de/Goettingen, www.stadtbibliothek-oldenburg.de). Bei zeitlich versetzten Pressekonferenzen eröffneten die Stadtoberhäupter der beiden Städte deren Onleihen – und rund 300.000 Menschen im Einzugsbereich der beiden Bibliotheken den unkomplizierten Zugang zu digitale Medien aller Art.
Mit der Onleihe reagieren die Bibliotheken auf das sich verändernde Nutzungsverhalten in der Bevölkerung – denn diese nutzen mehr und mehr elektronische Medien und laden diese zunehmend aus dem Internet herunter. „Von dem zusätzlichen Service der Onleihe versprechen wir uns eine Erhöhung unserer Attraktivität für alle, die von den neuen digitalen Medien begeistert sind“, erläutert Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek Oldenburg, ihre Entscheidung. Und Brigitte Krompholz-Roehl, Leiterin der Stadtbibliothek Göttingen ergänzt: „Besonders attraktiv ist das Angebot für Berufstätige mit wenig Zeit, für Schüler und an Weiterbildung Interessierte und für Menschen, die nicht so mobil sind oder weit weg von der Bibliothek wohnen.“
Beide Bibliotheken werden größer, erweitern ihren Bestand ohne anzubauen und bieten in ihren virtuellen Zweigstellen 24 Stunden lang täglich diese Dienstleistung an: Die Startauswahl der Onleihen umfasst in Göttingen rund 9.500, in Oldenburg 8.000 digitale Medien aller Art – den Spiegel als E-Paper, Hörbücher vom Krimi bis zum Medizinratgeber, Musik von Miles Davis bis Carl Orff, Videos mit Janosch-Kinderfilmen oder Reiseberichten und E-Books zu Schulthemen oder aus dem Wirtschaftsbereich. Die Nutzung ist denkbar einfach: Der gewünschte Titel wird ausgewählt, und nach Authentifizierung als registrierter Bibliotheksnutzer einfach heruntergeladen. Ein Digital-Rights-Management (DRM) sorgt dafür, dass der jeweilige Inhalt nur im Rahmen der mit Verlagen und Medienanbietern vereinbarten Lizenzmodelle genutzt werden kann. Am Ende der vorgesehenen Ausleihdauer erlischt die Nutzbarkeit – das Medium ist dann wieder für andere Interessenten verfügbar. Eine Rückgabe ist nicht notwendig.
Die Onleihe ist ein Angebot, das öffentliche Bibliotheken bereits in sieben Städten – in München und Hamburg, Köln und Würzburg, Frankfurt (Oder) und Hamm – ihren Nutzern machen, im bayerischen Amberg in Kooperation mit einer Schülerbücherei. Und sie ist eine Antwort auf deren Bedürfnisse: Ausleihen im hohen vierstelligen Bereich seit Ende Mai und über eine halbe Million Pageviews zeigen, dass das Interesse groß ist. Bis Ende des Jahres werden noch weitere „digitale Filialen“ in Deutschland eröffnen, beispielsweise in Düsseldorf und Neuss. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit der öffentlichen Bibliotheken mit dem europaweit führenden Anbieter digitaler Onlinebibliotheken, der Wiesbadener DiViBib GmbH, einer Tochter der ekz.bibliotheksservice GmbH.












