Leseverhalten in Deutschland im neuen Jahrtausend
Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass sich die Medienkonsum- und die Lebensgewohnheiten in der Gesellschaft derzeit radikal verändern. Die DiViBib GmbH beschäftigt sich intensiv mit diesem Wandel und seinen Auswirkungen auf das öffentliche Bibliothekswesen. Auf der Suche nach Ursachen haben ekz und DiViBib schließlich einige Antworten in der Studie „Leseverhalten in Deutschland im neuen Jahrtausend“ der renommierten „Stiftung Lesen“ (Mainz) gefunden, die über die berechtigten Forderungen nach höheren Medienbudgets hinausgehen. Zum ersten Mal wurden die Ergebnisse der Studie auf dem 95. Bibliothekartag in Dresden vorgestellt.
Im Rahmen der Studie wurden 2.530 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren durch das IFAK-Institut in einstündigen Interviews persönlich befragt, wodurch eine hochwertige Datenqualität erzielt werden konnte. Die Ergebnisse bestätigen zum Teil bereits bekannte Erkenntnisse zum öffentlichen Bibliothekswesen, liefern jedoch teilweise auch höchst überraschende und richtungweisende neue Einsichten. Der in der Studie vorgelegten Nachweis für eine stark positive Korrelation zwischen Bibliotheksbenutzung und Bücherkauf kommt sowohl Bibliothekaren in ihrer Lobbyarbeit zugute als auch könnte er zu verbesserten Marktstrategien von Buchhandlungen und Verlagen führen. Im Licht der in der Studie aufgezeigten Zusammenhänge werden sich Öffentliche Bibliotheken sowohl national als auch lokal politisch neu positionieren können und ihre fördernde Rolle für die örtliche Wirtschaft deutlich besser belegen können.
Praesentation_Studie_Leseverhalten_.pdf |












